Nun steht auch eine am Madonnenberg – Ex-Abgeordneter Karl A. Lamers will so der Region etwas zurückgeben

Schriesheim. (max) Am Madonnenberg, beim „Wasserfall Emischbach“, gibt es seit Montag eine neue Bank zum Verweilen. Die kommt aber nicht von ungefähr, sondern ist ein Geschenk des langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Karl A. Lamers.

„Nach meinem freiwilligen Ausscheiden aus dem Bundestag nach 27 Jahren im vergangenen Sommer wollte ich jeder Gemeinde des Wahlkreises eine Sitzgelegenheit schenken.“ Sie seien gedacht, um den Spaziergängern einen Platz „zum Ausruhen und Innehalten in Trubel und Hektik“ zu bieten, so Lamers. Außerdem sei die Bank am Madonnenberg „ein Ankerplatz für mich, um mit ‚Schriese‘ in Verbindung zu bleiben“. Mit den Schriesheimern habe er immer „politisch und menschlich“ gut zusammengearbeitet, und „ich habe mich getragen gefühlt, auch als ich noch 30 Kilo mehr gewogen hab’“, sagte er lachend. Hier durfte er sogar mal auf der Bühne bei der Krönung der Weinkönigin auf dem Mathaisemarkt dabei sein. Die auf dem Fest gepflegte „Kultur und Tradition“ schätze er sehr. Sein Credo sei immer gewesen: „Erst der Wahlkreis, dann Berlin und die Welt.“

Dass er diesem Motto treu geblieben ist, fanden auch die CDU-Ortsvorsitzende, Christiane Haase, mit ihren beiden Parteikolleginnen Isolde Nelles und Stadträtin Andrea Diehl, die ebenfalls bei der Übergabe dabei waren. Diehl sagte: „Er war immer für uns vor Ort, trotz seines Engagements im Bundestag.“ Sie hoffe, dass er ihnen „auch in Zukunft noch lange verbunden bleibt.“ Nelles berichtete: „Es ging ihm immer um die Anliegen der Bürger, egal ob schwarz, rot oder grün.“ Das zeige auch ein Wahlkampffilm, den Lamers mal in den Weinbergen um Schriesheim drehte und in dem der ehemalige und grüne Bürgermeister Hansjörg Höfer sich bereit erklärt hatte, aufzutreten. Bürgermeister Christoph Oeldorf dankte Lamers auch und sagte: „Es zeigt seine Verbundenheit mit der Stadt – und er ist hier immer willkommen.“

Mit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag ist für Lamers an Rente aber noch lang nicht zu denken. Neben seinem Amt als Honorarkonsul der Republik Estland will er mit seiner Friedensstiftung „junge Leute an die Idee von Freiheit, Recht und Demokratie heranführen“.

Quelle: RNZ e-Paper

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